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Korrosionsschutz

 


Rostschutzmittel im Test - Rost auf Raten
"Wenn die Kästen wirklich drei Jahre auf der Wiese stehen, gibt es jede Menge Schrott", behauptete Rostschutzspezialist Mike Sander im Herbst 1998 bei einer AUTO BILD-Expertenrunde zum Thema Rostschutz an gebrauchten Autos. Damals wusste keiner, an welcher Hohlraumversiegelung die zerstörerische braune Pest tatsächlich scheitert. Versuch macht klug. 20 Hohlraumversiegelungen mussten in Blechkästen drei Jahre lang Wind, Wetter und regelmäßigen Salzspülungen trotzen.

Ergebnis: 17 von 20 Kästen waren nach drei Jahren so stark verrostet, dass sie bereits beim Anheben fast zerknickten. Rostkrümel rieselten aus den Wasserablauflöchern, extra eingeschweißte Winkelbleche zerbröselten. Brechende Verschraubungen und Durchrostungen bei der Demontage der Kästen - eher Regel als Ausnahme. Ein Lichtblick: In dem mit Mike Sanders Korrosionsschutzfett behandelten Kasten wurde die Zerstörung wirkungsvoll gestoppt. Über die drei Test-Jahre biss sich der Gilb an den gut geschützten Innenflächen seine Zähne aus.

Überzeugend auch die so genannte Kriechfähigkeit des Mittels, also die Eigenschaft, sich überall im Kasten gleichmäßig zu verteilen. Selbst nach Jahren zieht das Fett noch weiter in Ritzen und Spalten, bremst hier den Rost wirksam aus.

So wurde getestet
Die Kästen: 60 cm lang, aus Original-Karosserieblech, 0,7 mm Stärke. Formal sind sie Autoschwellern nachempfunden.

Heißt: Genau wie diese haben unsere Kästen Abflusslöcher für Wasser und innen eingeschweißte Bleche, die einen Schweller stabilisieren. Außen wurden sie weiß lackiert, genauso grundiert wie ein richtiges Auto. Die Rostschutzbehandlung: Bevor wir die Hohlraumversiegelungen auftrugen, ließen wir die Kästen innen anrosten. Dieser leichte Oberflächenrost entspricht einem schlecht konservierten Wagen nach drei bis fünf Jahren. Erst jetzt verschraubten wir die Kästen, füllten sie nach Herstellerangaben mit Konservierer.

Wichtig: Temperatur und Druck. Die Verwitterung: Im Gelände der Uni Oldenburg kamen die Kästen ins Freie. Im Winter sprühten wir eine vierprozentige Salzlösung in die Kästen. Diese entspricht genau der Salzkonzentration, die auf der Autobahn gestreut wird. Alle sechs Monate gab es eine Kasten-Kontrolle.